Katholische Kirche im Kinzigtal

"Wir möchten die Menschen dazu bewegen, das zu tun, was sie tun können..."

Gemeindereferentin Rita Kunzmann
Gemeindereferentin Rita Kunzmann

Nachdem im letzten Jahr ein hessenweiter Schöpfungstag in Meerholz mit verschiedenen Ständen, Ausstellungen, einem Gottesdienst und vielen Aktionen über den ganzen Tag verteilt stattgefunden hat, habt ihr Euch entschieden, auch 2020 unter Corona-Bedingungen wieder einen Schöpfungstag 2020 anzubieten. Was wird einen dieses Jahr dort erwarten und was wird anders sein?


Dieses Jahr erwartet Sie um 14.00 Uhr ein ökumenischer Schöpfungsgottesdienst am Weiher im unteren Schlosspark in Meerholz-Hailer. Coronabedingt mussten wir auf Aussteller und Verpflegung verzichten. Infoplakate zu verschiedenen Themen, von verschiedenen Gruppen, finden Sie auf einem Spaziergang um den Weiher. Unter den aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln stellen wir Bänke auf. Sie können sich aber auch gerne eine Picknickdecke oder Klappstuhl mitbringen. Für die Woche danach bieten wir 2 Vorträge zu Umweltthemen und am Samstag einen Waldspaziergang für Familien an (siehe Plakat).


Warum war es für Euch in der Vorbereitung wichtig den Schöpfungstag auch 2020 wieder zu feiern?


Wir wollen nicht darin nachlassen auf die Bewahrung der Schöpfung hinzuweisen und immer mehr Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. Es geht um unsere Erde, die Zukunft unserer Kinder und das geht uns alle an. Wir können keine großen Dinge verändern, das kann die Regierung mit Gesetzesänderungen und verschiedenen Programmen, oder Firmen. Wir möchten die Menschen dazu bewegen, das zu tun, was sie tun können. Mit dem Hintergrund, wenn viele Menschen kleine Dinge verändern, dann hilft das unserer Erde und unserem Klima, dann können wir etwas bewegen.


Für Personen, welche die Jahre zuvor nicht mit dabei waren - warum lohnt es sich vorbeizukommen?


Manchmal braucht es einen Anstoß um auf Dinge aufmerksam zu werden, bzw. um etwas zu verändern. Das kann der Gottesdienst mit seinen Texten sein, der komplizierte Zusammenhänge zu erörtern versucht. Das können Gespräche sein, die sich entwickeln. Auch um eigene Ideen und Wissen einzubringen. Das ist immer ein Gewinn für alle. Im nächsten Jahr werden wir wieder die Schöpfungszeit, die von 1. September bis zum Erntedankfest geht und vom Arbeitskreis christlicher Kirchen (ACK) jedes Jahr veranstaltet wird, bei uns eröffnen. Und hoffentlich finden dann zum Gottesdienst auch wieder Infostände von Umweltgruppen zu verschiedenen Themen statt.


Das Motto des diesjährigen Schöpfungstages lautet 'Jubeljahr für die Erde' - was kann mir dies heute noch sagen und was bedeutet es?


Dazu ein Auszug aus der Erklärung der ACK: „Der Klimawandel ist ein Ergebnis des Zusammentreffens von Habgier, Ungleichheit und der Zerstörung von Gottes Erde. Das Jubeljahr wurde als Thema für die diesjährige Zeit der Schöpfung gewählt, weil es die Verflechtung genau dieser drei Problematiken widerspiegelt. Ein Jubeljahr – auch Erlassjahr genannt – ist ein Moment, um sich von übermäßigem Konsum und von Wirtschaftssystemen abzuwenden, die auf stetigem Wirtschaftswachstum aufbauen, das zu Lasten des Planeten Erde und der Armen geht. Ein Jubeljahr ist ein Moment, in dem jene, die am meisten konsumiert und verbraucht haben, etwas zurückgeben müssen an jene, die am meisten erdulden und leiden mussten. Ein Jubeljahr ist eine Zeit der Ruhe und der Erholung für das Land, eine Zeit, in der sich das Land von der ständigen Ausbeutung erholen kann und Ökosysteme und Menschen wiederhergestellt werden“.
Jede`r von uns kann sich dadurch ansprechen lassen und überlegen wo er/sie der Erde Erholung oder den Menschen Gerechtigkeit zukommen lassen kann.


Christ sein und Umweltschutz - wieso gehört für Dich beides so wesentlich zusammen?


Als Mensch/Christ bin ich Gottes Geschöpf und lebe in seiner wunderbaren Schöpfung. Im Schöpfungsbericht wird deutlich beschrieben, dass wir alle für dieses wunderbare Geschenk, das uns Leben ermöglicht, Verantwortung übernehmen sollen. Wir sollen sie schützen und bewahren. Als Christin sehe ich mich da im Besonderen angesprochen und in die Verantwortung genommen, auch im Bezug auf soziale,- wirtschaftliche Gerechtigkeit. Papst Franziskus hat in seiner Enzyklika „Laudato si“ alle Menschen in die Pflicht genommen sich dafür zu engagieren. In unserem Pastoralverbund gibt es einen Arbeitskreis: „Schöpfung und Umwelt –- In Sorge um das gemeinsame Haus (Papst Franziskus).“ Mit Aktionen und Gottesdiensten wollen wir immer wieder in unseren Pfarrgemeinden an unseren Auftrag für die ganze Schöpfung erinnern und Möglichkeiten der Veränderungen aufzeigen. Dieser Arbeitskreis stellt sich auch vor und freut sich über Interesse und Mitstreiter*innen.

 

Dekanat Kinzigtal


Am Schlachthaus 8

63571 Gelnhausen


 



Holzgasse 11

63571 Gelnhausen

 



Telefon: 06051 / 4747699

Telefon: 06051 / 2583

Telefax: 06051 / 16513

 


© Dekanat Kinzigtal

 

Dekanat Kinzigtal


Am Schlachthaus 8

63571 Gelnhausen




Holzgasse 11

63571 Gelnhausen



© Dekanat Kinzigtal